1 Gasdrehgriff
2 Bremshebel für Vorderradbremse
3 Bremshebel für Hinterradbremse
4 Start- und Dekompressionshebel
5 Lichtschalter
6 Masseknopf
8 Schnellspannhebel für Lenkerklemme
9 Sicherungsschnäpper
10 Luftschraube für Tankdeckel
11 Benzin Dreiwegehan
12 Vergasertupfer
13 Schnellspannhebel für Sattelklemme
14 Werkzeugbehälter
STARTEN UND ABSTELLEN DES MOTORS

MOTOR KALT: Hebel am Dreiwegehahn (11) in Position A (offen) stellen.
Luftschraube auf dem Tankdeckel (10) öffnen durch Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn.
Vergasertupfer (12) für 3 bis 4 Sekunden bis zum Anschlag nach unten drücken. Hierdurch wird Benzin in den Vergaser geleitet und gleichzeitig die Starthilfe eingeschaltet.
Nach dem Loslassen schnellt der Tupfer selbsttätig zurück. Die Starthilfe schaltet sich automatisch aus, wenn der Gasdrehgriff (1) bis zum Anschlag auf Vollgas gedreht wird.

STARTEN UND ABSTELLEN DES MOTORS

Das Fahrzeug auf dem Ständer stehen lassen, den Start- und Dekompressionshebel (4) ziehen, nach einer halben oder ganzen Pedalumdrehung den Hebel loslassen und gleichzeitig mittels des Drehgriffes Gas geben.
MOTOR WARM: Tupfer und Starthilfe nicht betätigen. Benzinhahn und Luftschraube im Tankdeckel öffnen. Das Fahrzeug auf dem Ständer stehen lassen und Hebel (4) ziehen, nach einer halben oder ganzen Pedalumdrehung Hebel loslassen und gleichzeitig Gas geben. Das Ganze mehrfach wiederholen, wenn der Motor nicht anspringt.

EINIGE TIPS FÜR DIE PRAXIS

Die MOTOGRAZIELLA hat einen Motor mit Fliehkraftkupplung, die sich selbsttätig einschaltet, wenn die Motordrehzahl erhöht wird. Überzeugen Sie sich immer, bevor Sie das Fahrzeug vom Ständer schieben, daß der Motor im Leerlauf läuft. Um den Motor abzustellen, drücken Sie den Masseknopf (8) am rechten Lenkerende.
Das Fahren mit der MOTOGRAZIELLA ist denkbar einfach:
- zwei Bremsen zum Verzögern und Anhalten
- ein Gasdrehgriff zum Beschleunigen.
Keine Kupplung - keine Schaltung!
MOTOGRAZIELLA ist so zu fahren, wie ein Fahrrad. Keine besonderen Hebel oder Knöpfe, ein Tritt in die Pedale - und die Fahrt geht los. Sollte sie nach kurzer Zeit wieder beendet sein, so haben Sie vergessen, die Luftschraube im Tankdeckel zu öffnen...

MOTOGRAZIELLAEINFAHRVORSCHRIFTEN

Hierzu sind keine Besonderheiten zu beachten; es empfiehlt sich lediglich, während der ersten 1000 Km kein Dauervollgas zu fahren.
Der Gebrauch von Einfahrölen sowie eine Veränderung des Benzin-Öl-Mischungsverhältnisses ist nicht nötig.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

ZUSAMMENLEGEN

Durch besondere Konstruktionsmerkmale kann die MOTOGRAZIELLA mit wenigen Handgriffen in den Abmessungen so verändert werden, daß sie ohne Schwierigkeiten im Kofferraum eines Mittelklassewagens transportiert werden kann. Zum Klappen des Lenkers werden die Schnellspannhebel (8) 1/4 bis 1/2 Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht und damit die Klemmen entspannt. Jetzt ziehen Sie die geriffelten Sicherungsschnäpper (9) heraus und der Lenkerholm lässt sich zurücklegen. Das Hochklappen des Lenkers ist noch einfacher: Lenker hochklappen und mit Hebel (8) im Uhrzeigersinn festklemmen.

ZUSAMMENLEGEN

Der Sattel kann ganz tief eingeschoben oder ganz entfernt werden, wenn Sie den Hebel (13) in Pfeilrichtung drehen.
 
 
 
 
 

 

ZUSAMMENLEGEN

Nach Lösen der Schraube (15) können die Pedale um 90o geschwenkt werden. Den passenden Schlüssel finden Sie im Werkzeugbehälter.
Nach dem Zurückklappen in den Fahrzustand bitte die Imbusschraube sorgfältig festziehen.
 
 

 


Die MOTOGRAZIELLA kann auch hochkannt auf die vier hinteren Gummipuffer des Rahmens gestellt werden.
WICHTIGE HINWEISE

Bevor Sie das Fahrzeug aus der Normalstellung kippen oder hochkannt stellen, müssen die Luftschraube auf dem Tankdeckel und der Dreiwegehahn geschlossen werden. Wenn das Fahrzeug liegend transportiert werden soll, so nur auf der linken Seite (Lichtmaschinenseite)! Nie auf der rechten Seite, da sonst das Öl aus dem Getriebe ausläuft. Um den Motor abzustellen, drücken Sie den Masseknopf (6). Kontrollieren Sie hin und wieder den Reifendruck. Halten Sie sich an den empfohlenen Druck von 1,3 atü vorn und 1,8 atü hinten.

WICHTIGE HINWEISE

Das Einpacken der MOTOGRAZIELLA in den Kofferraum geht am zweckmäßigsten so:
linke Hand:    am hinteren Rahmenteil
rechte Hand:  an der vorderen Schubstrebe zwischen Lenker und Gabel.

PLEGE
Lackteile:   mit Wasser und einer guten Lackpolitur
Kunststoffteile:  mit Wasser, unbedingt zu vermeiden ist die Verwendung von schleifenden Reinigungsmitteln.

REGULIEREN DER LENKERKLEMMEN

Wenn das Drehen der Hebel (8) den Lenker nicht festklemmt, so kann die Klemme nachgestellt werden.
Hebel (8) entgegen dem Uhrzeigersinn drehen und Klemme entspannen, Rändelschrauben (19) fester drehen. Hebel wieder spannen.
 

 

WERKZEUGDOSE

Diese befindet sich in der hinteren Radabdeckung und enthält das für den Notfall erforderliche Werkzeug.
Unter dem Deckel sind nochmal die Angaben für den richtigen Reifendruck bei kalten Reifen.
 
 

 

NACHSTELLEN DER BREMSEN

Kontermutter (17) lösen.
Durch Festziehen oder Lösen der Stellschraube (16) das Spiel des Bremshebels einstellen.
Kontermutter (17) festziehen.
Überzeugen Sie sich, ob die Räder frei laufen, wenn beide Bremshebel in Ruhestellung stehen.
 
 

 

NACHSTELLEN DER KETTE

Muttern der Hinterachse lösen.
An beiden Kettenspannschrauben (18) gleichzeitig drehen, damit das Rad in der Spur bleibt.
Die Spannung ist richtig, wenn die Kette in der Mitte zwischen beiden Zahnrädern ca. 4-5 mm schwingen kann.
 

 

TECHNISCHE DATEN
 
Benennung
502/1B max.=25 km/h
Bauart Einzylinder-Zweitakt-Otto-Motor
Kühlung Kühlung durch Fahrtwind
Hubraum
47 cm 3
Bohrung
38 mm
Hub
42 mm
Verdichtung
1:9 
Leistung 1,5 PS bei 4000U/min
Zündung BOSCH-Magnetzünder-Generator
Hauptlicht 15 Watt, 6 Volt
Schlußlicht 2 Watt, 6 Volt
Kurbelwellenlagerung
2 Wälzlager
Zündzeitpunkt
1,5 . . . 2 mm vor o.T.
Unterbreche-
kontaktabstand
0,35 +/- 0,05
Polschuhabriß
6...9 m
Zündkerze

BOSCH W 95 T 1
Es ist darauf zu achten, daß diese Kerzen nur in Verbindung mit einem teilabgeschirmten Entstörstecker (Bremicker 10 239-1 oder Beru OA4/14 oder Bosch o 356 351 009) verwendet werden dürfen

Vergaser Bing 1/10/99
Vergasereinstellung HD ND DN NP Schieber

56 2,15   5   II    Nr.10
Motorschmierung Mischungsschmierung 1:25
Kupplung Fliekraftkupplung
Getriebe Planetengetriebe
Getriebeübersetzung
5,12
Getriebeschmierung ca. 75 cm3 Getriebeöl SAE 80
TECHNISCHE DATEN
 
Benennung
502/1A max.=40 km/h
Bauart Einzylinder-Zweitakt-Otto-Motor
Kühlung Kühlung durch Fahrtwind
Hubraum 47 cm 3
Bohrung
38 mm
Hub
42 mm
Verdichtung
1:7,5
Leistung 2,0 PS bei 4500U/min
Zündung BOSCH-Magnetzünder-Generator
Hauptlicht 15 Watt, 6 Volt
Schlußlicht 2 Watt, 6 Volt
Kurbelwellenlagerung
2 Wälzlager
Zündzeitpunkt
1,5 . . . 2 mm vor o.T.
Unterbreche-
kontaktabstand
0,35 +/- 0,05
Polschuhabriß
6...9 m
Zündkerze

BOSCH W 195 M 11 S
Es ist darauf zu achten, daß diese Kerzen nur in Verbindung mit einem teilabgeschirmten Entstörstecker (Bremicker 10 239-1 oder Beru OA4/14 oder Bosch o 356 351 009) verwendet werden dürfen
.

Vergaser Bing 1/12/182
Vergasereinstellung HD ND DN NP Schieber


60 2,15   2   II    Nr.10
Motorschmierung Mischungsschmierung 1:25
Kupplung Fliekraftkupplung
Getriebe Planetengetriebe
Getriebeübersetzung
5,12
Getriebeschmierung ca. 75 cm3 Getriebeöl SAE 80
ALLGEMEINE DATEN

RAHMEN:
Zentralrohr-Rahmen aus hochwertigem Spezialstahl

VERKLEIDUNG:
in alterungs- und lichtbeständigem Kunststoff

VORDERRADFEDERUNG:
geschleppte Schwinghebel auf Gummipuffern

RÄDER:
Speichenräder.
Felgendimension: 1,50 x 8''
Reifendimension: 21/2 x 8''
Reifendruck: vorne 1,3 atü
                   hinten 1,8 atü

ABMESSUNGEN:

                     A         B
Länge  mm  1.050  1.050
Breite  mm    600      360
Höhe   mm    950      610
A= in fahrbereiter Stellung
B= Lenker und Sattel tief, Pedale geklappt
Gewicht: ca. 32 kg.

LEISTUNGSDATEN:
Geschwindigkeit: Typ 502/1A ca. 40 km/h
                          Typ 502/1B ca. 25 km/h
Verbrauch: ca. 1,4 ltr./100 km
Reichweite: ca. 200 km
Tankreserve: ausreichend für ca. 20 km Fahrt, Stellung des Dreiwegehahns auf 'R'.
 

VERGASER

Es empfiehlt sich dringend, Einstellarbeiten am Vergaser durch eine autorisierte SACHS-Werkstätte durchführen zu lassen.
20 Starthilfe
21 Gas-Schieber Anschlagschraube für Leerlauf
22 Vergasertupfer
23 Verstellschraube für Gaszug
Wenn der Filter Staub angesetzt hat, diesen in Benzin auswaschen und mit Motorenöl SAE 40/50 tränken.

ZÜNDUNG

Es emphiehlt sich dringend, Einstellarbeiten an der Zündung in einer autorisierten SACHS-Werkstätte vornehmen zu lassen.
Einstellung:
Zündzeitpunkt: 1,5 . . .2,0 mm vor o.T
Kontaktabstand: 0,35 +/- 0,05 mm
Polschuh-Abriß: 6 . . . 9 mm
Auf dem Magnetschwungrad befinden sich zwei Markierungen. 'O' deckt sich mit der Strichmarkierung am Gehäuse, wenn der Kolben im oberen Totpunkt steht.
'M' gibt die Zündmomentstellung an, in der der Kolben entsprechend dem Maß des Zünzeitpunktes unterhalb des oberen Totpunktes steht.
 

START- UND DEKOMPRESSIONSHEBEL

Aushängen des Kupplungszuges
Klemmschraube am Starthebel lösen und Zugseil herausnehmen. Gummikappe (24) zurückschieben. Öleinfüllschraube mit Dichtring herausschrauben. Kupplungshebel mit kleinem Schraubenzieher in Fahrtrichtung drücken, Zugseil in entgegengesetzte Richtung schieben, nach unten aushängen und herausziehen.

Einhängen des Kupplungszuges
Neues Zugseil durch die Bohrung (25) in das Gehäuse einführen. Kupplungshebel (26) in Fahrtrichtung drücken und Zugseil  einhängen. Der Reihe nach Abstütznippel (27), Dichtung (28), Abstütznippel (29) und Seilhülle (30) auf das Zugseil schieben und in die Bohrung (25) einsetzen. Auf die Seilhülle (30) Gummikappe (24) schieben und auf das Gehäuse stecken.

Einstellen der Startkupplung

Zugseil durch Starthebel führen, mit einer Zange bis zum leicht fühlbaren Anschlag herausziehen und Zugseil ohne Spiel festklemmen. Sollte bei obiger Einstelleung der Startweg nicht ausreichen, an der Stellschraube soviel nachstellen, bis die Startkupplung eingreift und der Motor gestartet werden kann.
 

 

MOTOR SPRING NICHT AN

A - kein Zündfunke, weil
- Zündkerze verölt, naß, überbrückt, oder defekt
- Zündkabel beschädigt
- Zündkerzenstecker defekt
- Kurzschlußschalter klemmt oder Kabel mit Masseschluß
- Unterbrecherkontakte verölt oder verschmort
- Zündanker oder Kondensator defekt

B - kein Kraftstoffzufluß, weil
- Sieb im Kraftstoffhahn verschmutzt
- Düsen verstopft
- Luftschraube im Tankverschluß nicht offen

C - kein zündfähiges Gemisch vorhanden, weil
- das Mischungsverhältnis nicht stimmt
- der Vergaser zu stark überflutet wurde
- Wasser im Vergaser

MOTOR ARBEITET UNREGELMÄSSIG UND KOMMT NICHT AUF TOUREN

- Schwimmernadelsitz verunreinigt oder ausgeschlagen
- Schwimmer undicht
- Auspuffkanal und Auspuffanlage nicht sauber
- Vergasereinstellung stimmt nicht oder Düsen sind lose

MOTOR KLINGELT BEI VOLLGAS UND UNTER BELASTUNG

- Kühlrippen verschmutzt
- Ölkohle im Verbrennungsraum und den Kanälen im Zylinder
- Motor hat zu viel Frühzündung
- Pleuelbuchse ausgelaufen
 
 

 

MOTORLEISTUNG LÄSST NACH

- Naßluftfilter im Vergaser verschmutzt
- Auspuff- und Überströmkanäle im Zylinder mit Ölkohle zugesetzt
- im Zylinderkopf starker Ölkohleansatz
- Auspuffrohr und Auspufftopf verschmutzt
- Luftschraube im Tankdeckel nicht genügend geöffnet

MOTOR ARBEITET UNREGELMÄSSIG
- Motor wird heiß; es bilden sich im Vergaser Dampfblasen, die die Benzinzufuhr stören
- Unterbrecherkontakte verölt oder verschmort
- Lagerbolzen für Unterbrecherkontakte eingelaufen
- Zündkerze, Kerzenstecker oder Zündanker nicht in Ordnung

GARANTIEBESTIMMUNGEN

Für die MOTOGRAZIELLA wird eine Garantie von 6 Monaten übernommen, gerechnet ab Kaufdatum. Sie erstreckt sich auf Montage- und Materialfehler. 
Ersetzt werden die defekten Teile. Evtl. Arbeitslöhne, Schmier- und Treibstoffe werden in Rechnung gestellt.
Von der Garantie ausgeschlossen sind Verschleißteile wie Bereifungen, Ketten, Glühbirnen etc.
Die Garantie entfällt bei unsachgemäßem Gebrauch sowie bei unsachgemäß vorgenommenen Reparaturen, ebenso bei Fahrzeugen, die vermietet wurden.
Der Ersatz jeglicher Folgeschäden ist grundsätzlich ausgeschlossen.

 

WARTUNG UND PFLEGE

Alle 1.000 km
- Luftfilter reinigen
- Kette mit dickflüssigem Öl schmieren
- Ölstand im Getrieb kontrollieren: Ölkontrollschraube (24) herausschrauben. Ist der Ölstand im Getriebe niedriger als der untere Rand der Kontrollbohrung, Öleinfüllschraube (26) herausschrauben und soviel SACHS-Getriebeöl SAE 80 nachfüllen, bis Öl bei der Kontrollbohrung austritt.

Alle 6.000 km
- Ölablaßschraube (25) herausschrauben, das Öl ablassen und die Bohrung wieder verschließen. An der Einfüllöffnung (26) 75ccm Getriebeöl, wie unter Ölkontrolle beschrieben, einfüllen.
Etwa 1 x im Jahr, zu Beginn der saison,
- Kerze herausschrauben, mit Drahtbürste reinigen, Elektrodenabstand kontrollieren
- Innenseile der Bowdenzüge mit dünnflüssigem Öl schmieren
- Reifendruck prüfen.